Seit Ewigkeiten malt er uns die vom Leben Gezeichneten kongenial mit Worten aus. Seit Ewigkeiten von der Fangemeinde erwartet, ist jetzt sein erstes Buch erschienen: „Geplant war Ewigkeit“. Aus diesem Anlass eine schon ewig fällige Hymne auf den Solinger Blogger Glumm.

Und wenn dann einst in fernen Zeiten
– vermutlich mehr als 198 Jahren –
die kleinen Leute wirklich mal
das Land regieren
und nicht zur Würde auch
das Leben noch verlieren,
und nicht mehr als Geprügelte
zur Hölle fahren,
sondern auf stolzen Rössern
in die Abendsonne reiten,
Und wenn wir dann in jenen frohen Tagen,
wo in Palästen Panik herrscht
und Friede in den Hütten,
uns fragen: Wer hat ihnen Mut gemacht
beim langen Warten?
Wer hat an sie geglaubt,
sie nicht verraten,
die Freaks, Hallodris, Punks und Junkies,
die am Leben litten?
Nun: einen gab es,
der beschrieb sie, wird man sagen.
Und ich bekenne,
dass ich seinen Namen weiß
und wie so viele giere
nach den Stories, die er heute
und jeden Tag im Netz
aus vollem Lauf verschenkt.
Ja, wenn erst die Gerechtigkeit
das Zepter schwenkt,
wird Glumm der Dichterpräsident
im Land der kleinen Leute
und seine Gräfin die First Lady –
ohne Scheiß!

Andreas Glumm, Geplant war Ewigkeit, Geschichten vom räudigen Leben; mit zehn Illustrationen von Susanne Eggert; 364 Seiten, Paperback, 12,99 Euro. Zu beziehen z.B. hier, aber vorzugsweise in der Buchhandlung um die Ecke (ISBN 9783753178455).