Und die Kanzlerin quiekte

Lektüre zum Lachen – in diesen Zeiten? Sind Sie verrückt geworden? Die Lage ist viel zu ernst, um unsere berühmte Asoziale Marktwirtschaft in (m)einem satirischen Roman zu bekichern! Also bitte weiterlesen, hier gibt es nichts zu sehen.

In der Nordsee vor der Hallig Langeneß plant der Wattenscheider Industrielle Konrad Klapp das ganz große Ding: die „Wattenstadt“, den ersten tauchfähigen Gezeiten-Erlebnispark der Welt. Mit skrupelloser Bauernschläue räumt der politisch bestens vernetzte Globalkapitalist aus dem Kohlenpott alle Widerstände von Umweltschützern, Halligbewohnern und Behörden beiseite. Doch mit dem Starrsinn einiger sturmfester Widersacher hat Klapp nicht gerechnet – und schon gar nicht mit der unterschätztesten Spezies im Wattenmeer, der Wellhornschnecke.

Das ist der Inhalt meines jetzt vom Hamburger Charles Verlag veröffentlichten Romans „Wattenstadt“, über den die Lübecker Nachrichten urteilen: „Im Kern blödsinnig und trotzdem nah an der Wirklichkeit … ein mit viel Witz erzählter, kurzweiliger Roman … und ein kluger obendrein.“ Das Buch, in dem meine total fiktive Lieblingskanzlerin in einer Nebenrolle auftritt, ist als „Soft Cover“ oder als E-Book erhältlich, und so sieht es aus:

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Sollten Sie zufällig zu den älteren Leserinnen und Lesern gehören, denen all das merkwürdig bekannt vorkommt: richtig! Vor fünf Jahren hatte ich das Ding schon einmal im Selbstverlag herausgebracht. Bei Amazon, wo Leser bekanntlich ihre eigenen Kritiken veröffentlichen können, kam es sogar überraschend gut an. Ich hatte mir aber auch richtig Mühe gegeben beim Selbst-Marketing. Sogar einen Videotrailer hatte ich produziert:

Die Mühe hat sich im Rückblick doppelt gelohnt, denn nun hat ein richtiger Verlag zugegriffen und sozusagen „Wattenstadt 2.0“ auf den Markt gebracht. Ich wünsche also einmal mehr viel Vergnügen mit dem Ruhrpott-Kapitalisten Konrad Klapp, dem Halligpastor Eberhard Watermann, dem greisen Medium Theodora Veddersen – und mit Glm, dem König der Wellhornschnecken, deren Sprache keine Vokale kennt. Sie dürfen zum Lachen auch in den Strandkorb gehen.

Aber ich kann hier nicht mit der Eigenwerbung aufhören, ohne noch einmal den Kritiker zu zitieren, auf dessen Rezension ich nach all den Jahren immer noch am meisten stolz bin: den Maschinisten. Sein Fazit damals (auszugsweise): „witzig, kurzweilig, alles andere als dumm.“ Müssen Sie erst mal schaffen, diesem ansonsten doch – ähm – gemäßigt kritischen Geist solch eine Nicht-Vernichtung abzuringen. Und falls Sie jetzt glauben, ich hätte ihn irgendwie korrumpiert: Ganz im Gegenteil hat er mir damals vor der Lektüre unaufgefordert fünf Euro in einem Briefumschlag geschickt, um „das Buch, wenn es sein muss, verreißen zu dürfen“. Ein unbestechlicheres Urteil plus fünf Euro kriegen Sie nirgendwo!

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